3. Juli: Heuwetter

Die Sommerhitze konnten wir gut zum Heumachen nutzen. Wie bei der Silage muss zuerst gemäht werden. Doch anders als Silage wird Heu wesentlich länger getrocknet (je nach Wetter zwischen 3 und 4 Tagen) und täglich mit dem Kreiselheuer gewendet. Auch müssen Heuballen nicht foliert werden, sondern können so eingelagert werden. Da die letzten Wochen vergleichsweise regenarm waren, war der Ertrag entsprechend geringer als sonst üblich. Trotzdem reicht die Menge für den Eigenverbrauch.


Die Heuballen wurden wieder mit dem Ballenwagen transportiert und bei der Scheune abgeladen. Danach wurden sie mit dem Hoflader in die Scheune gesetzt. Damit die Heuballen die Feuchtigkeit vom Boden nicht aufnehmen und dann schimmeln, werden sie auf Paletten gesetzt. So kann kann die Luft gut zirkulieren. Eine gute Luftzirkulation ist auch nach dem Pressen und Einlagern wichtig, um die Gefahr einer Selbstentzündung zu verringern.


11. Juli: Ernte der Wintergerste

Die Wintergerste hat eine gute Reife erreicht und durch die letzten heißen und trockenen Tage war der Wassergehalt niedrig genug, damit geerntet werden konnte. Zur Sicherheit werden Stichproben genommen um den Wassergehalt zu bestimmen. Ist dieser zu hoch, kann es bei der Einlagerung zur Schimmelbildung kommen. In der Regel muss dieser unter 14,5 % liegen. Nur ein kleiner Teil des Strohs wird zu Strohballen gepresst, um es im Kälberstall und Krankenstand einzustreuen. Der Großteil wird - wie hier - vom Mähdrescher gehäckselt und somit dem Boden wieder zurückgeführt. Das ist positiv für die Nährstoffbilanz des Bodens und reduziert den Düngeeinsatz erheblich. Das Getreide wird auf einen Kipper umgeladen und zur Lagerstätte gebracht. Je nach Saison wird ein bestimmter Teil der Ernte verkauft, der Rest wird als Zusatzfutter für die Kühe behalten.


16. Juli: Erweiterung des Getreidelagers

Wir sind dabei das Getreidezwischenlager zu erweitern. Schon letztes Jahr haben wir Teile der alten Maschinenhalle umfunktioniert. Im letzten Schritt werden noch die beiden letzten Abteile umgebaut. Das ist notwendig, da mit dem Stallneubau das Getreide nicht mehr im alten Stall gelagert werden soll, sondern beim neuen Stall. In den einzelnen Abteilen werden dazu Stahlträger im Boden verankert und dicke Holzbohlen eingesetzt. Die Holzbohlen haben wir auf Maß zugeschnitten und in die Stahlträger eingesetzt. Da der Ackerbau nur einen kleinen Teil unserer Landwirtschaft ausmacht, reichen die 4 Abteile für die erwarteten Ernteerträge. Wenn die Lager leer sind, können sie als zusätzliche (Ab-)Stellfläche für die Maschinen genutzt werden.


24. Juli: ... und jetzt der Weizen

Knapp 2 Wochen nach der Wintergerste ging es nun in den Weizen. Bis spät in die Nacht wurde geerntet. Das geht, solange es trocken bleibt und die Feuchtigkeit nicht anzieht. Ab 22.00 konnten wir schwere Gewitter in der Ferne sehen und eine Stunde später hat es dann auch uns erreicht, so dass wir die Ernte abbrechen mussten. Derzeit warten wir auf besseres Wetter um den Rest einzuholen. Bevor ein Acker abgeerntet wird, nehmen wir Stichproben um sicher zu gehen, dass das Getreide die richtige Feuchtigkeit hat, damit sie eingelagert werden kann. Für alle Getreidearten gilt ein Grenzwert von 14,5%. Dazu nehmen wir eine kleine Menge Getreide und füllen sie in das Messgerät. Mittels Mahlscheiben wir die Probe zerkleinert und homogenisiert. Durch die Messung der Leitfähigkeit und Temperatur der zerkleinerten Getreide­probe wird die Restfeuchte berechnet.


Nach 2 - 3 Ladungen muss das Getreide geschoben werden, damit weiter in das Lager abgekippt werden kann. Alternativ gibt es auch Förderschnecken, Fließbänder oder Körnergebläse, die das Getreide viel höher schichten können. Allerdings dauert hier das Abladen wesentlich länger und ist, wenn man nur zu zweit ist (jeweils ein Mähdrescher- und Kipperfahrer) nicht praktikabel.


4. August: Getreideernte beendet

Am Samstag konnte mit der Ernte wieder begonnen werden. Durch das konstant gute Wetter wurden neben dem restlichen Weizen auch Triticale und Roggen geerntet, so dass die gesamte Getreideernte unter Dach und Fach ist. Insgesamt sind wir trotz der Trockenperiode im Frühjahr mit den Erträgen zufrieden und werden einen Teil auch verkaufen können. In der Regel verkaufen wir den Roggen komplett, da wir schlechte Erfahrungen bei der Verfütterung hinsichtlich der Verträglichkeit gemacht haben. Um ein bisschen Transparenz zu schaffen, ist nachfolgend ein 1-Jahres-Diagramm beigefügt, welches die Entwicklung der Erzeugerpreise (Erzeugerpreis ist der Preis, den der Landwirt bekommt) von Roggen in Hessen zeigt. Im Schnitt steht der Brotroggen bei 133 € pro Tonne, oder anders ausgedrückt: 13,3 Cents pro Kilogramm. Das ist - gemessen an den Verkaufspreisen in den Supermärkten und der Arbeit, die darin stecken - doch verhältnismäßig wenig. Man kann sich hier über die aktuellen (und vergangenen) Erzeugerpreise von Getreide, Futtermittel und Tieren informieren.


8. August: Jakobs-Kreuzkraut

In den letzten Jahren beobachten wir ein vermehrtes Auftreten des sog. Jakobs-Kreuzkrautes. Die für Kühe und andere Pflanzenfresser giftige Planze ist gut an ihrer gelben Blüte und den 13 Hüllblättern zu erkennen. Die Pflanze behält ihre giftige Wirkung auch bei, wenn sie zu Heu oder Silage verarbeitet wurde. Bekämpfen kann man die Ausbreitung nur, indem man sie samt Wurzel ausreißt und ein Absamen verhindert. Das ist auch für einen kleinen Betrieb wie den unseren sehr arbeits- und zeitintensiv. Die gesammelten Pflanzen werden anschließend verbrannt.


14. August: Weideumtrieb

Durch den zu trockenen Sommer müssen die Rinder immer öfter die Weide wechseln. Das bedeutet für uns sehr viel mehr Arbeit, da alle Weidewiesen mit einem Elektrozaun umzäunt sind, der bei einem Wechsel auf- und abgebaut werden muss. Zwar bleiben einige Hauptweiden den gesamten Sommer über eingezäunt, doch wenn die Rinder auf Mahdwiesen kommen, reicht das vorhandene Zaunmaterial nicht aus.


22. August: ein bisschen Extra-Futter

Da wir noch einige Silageballen aus dem letzten Jahr übrig haben und wir mit dem Graswuchs insgesamt nicht zufrieden sind, haben wir uns dazu entschlossen ab und an einen Ballen an die Rinder zu verfüttern. So können wir unser Futter noch gut verwerten und die Rinder können ein bisschen länger auf einer Weide bleiben. Und wie man sieht, haben auch die Rinder großes Vergnügen an der kleinen Zwischenmahlzeit.


2. September: ein neues Kälbchen

5 Tage vor dem eigentlichen Geburtstermin haben wir eine der Trockensteher nach Hause in den Krankenstand geholt. Dazu muss die Kuh zunächst von der Herde getrennt und in den Treibkarren geführt werden. In der Regel klappt das ohne größere Probleme, da die Tiere das Prozedere kennen.

Der Krankenstand ist mit Stroh eingestreut und die Kuh kann sich darin frei bewegen. Er ist sowohl zum Hof als auch zum Kuhstall hin geöffnet, so dass die Kuh Blickkontankt zur Hauptherde hat.


Als wir zwei Tage später morgens in den Stall kommen, ist das Kälbchen bereits da. Kuh und Kalb sind wohlhauf und das Kälbchen säuft schon die erste Milch. Die sogenannte Biestmilch ist in der Konsistenz dickflüssiger als normale Milch und gelblich. Sie ist für das Kälbchen sehr wichtig, da Kälber ohne Immunsystem auf die Welt kommen. Mit der Biestmilch nimmt das Kalb Abwehrstoffe auf, die von der Mutterkuh durch die Interaktion mit den in ihrer Umgebung vorkommenden Infektionserregern bereits gebildet wurden.


In der Milchviehwirtschaft werden Kuh und Kalb in der Regel getrennt. Es gibt zwar Betriebe, die die Trennung später durchführen oder sogenannte Ammenkühe einsetzen. Doch wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Bindung zwischen Kuh und Kalb mit der Zeit stärker wird und eine frühe Trennung am schonendsten ist.


10. September: Mist fahren

Der über das Jahr angesammelte Mist wird auf die abgeernteten Äcker ausgebracht. Dazu fahren wir den Mist zu den Äckern und laden ihn auf dem vom Bodenverband ausgeliehenen Miststreuer um. Der Mist besteht im Wesentlichen aus den Futterresten, alten Silageballen und aus dem Einstreu aus dem Kälberstall und Krankenstand. Mist ist ein organischer Dünger, der dem Boden wichtige Nährstoffe liefert. So kann auf eine mineralische Düngung verzichtet werden.


19. September: organischen Dünger ausbringen

Neben Mist verwenden wir noch Gülle als organischen Dünger. Das Güllelager befindet sich direkt unter dem Stall und wird mithilfe eines Güllefasses abgepumpt und ausgebracht. Nach dem Ausbringen muss die Gülle in den Boden eingearbeitet werden. Dazu verwenden wir einen Grubber. Allerdings wird nicht jeder Acker gedüngt. Die Entscheidung, welcher Acker gedüngt wird, hängt von der Fruchtfolge und dem Zeitpunkt der Aussaat ab.


23. September: pflügen mit dem 5 Schar

Bevor gesät werden kann, muss der Acker gepflügt werden. Dazu haben wir uns einen 5-Schar-Vorführpflug ausgeliehen und gleich losgelegt. Das Ackern verlief deutlich schneller, auch wenn der Pflug für unsere vergleichsweise kleinen Parzellen fast schon zu groß war. Der Boden darf beim Ackern nicht zu nass sein, sonst fährt man sich fest und es entstehen zu große Erdklumpen, die vor dem Säen wieder zerkleinert werden müssen. Manche Betriebe setzen auf einen pfluglosen Ackerbau um vor allem Zeit und Kosten zu sparen. Unserer Meinung nach führt das Pflügen zu einer besseren Humusbildung und bekämpft wirksamer Unkräuter.


25. September: Stein reich oder steinreich?

Vogelsberger Bauern sind im wahrsten Sinne des Wortes Stein reich. Das ist auch nicht verwunderlich. Schließlich ist der Vogelsberg das größte zusammenhängende Vulkangebiet Mitteleuropas. Dadurch ist zwar eine wunderschöne Landschaft entstanden, doch macht sie die Landwirtschaft nicht gerade einfach. Jedes Jahr müssen daher Steine vom Acker gesammelt werden, damit die Saat- und Erntemaschinen keinen Schaden nehmen. Wie man an den Steinhaufen, die überall in der Nähe von Äckern liegen, gut erkennen kann, ist schon einiges zusammen gekommen.


30. September: Säen bis spät in die Nacht

Im Herbst bringen wir den Winterweizen und die Wintergerste aus. Wenn das Wetter passt und die Zeit knapp ist, kann es auch mal spät werden. Durch die Arbeitsscheinwerfer lässt es sich auch nachts gut arbeiten. Vor dem Traktor haben wir einen Packer angehängt, der die Erde schon einmal auflockert, bevor die Sämaschine drüber läuft. Dadurch sparen wir einen Arbeitsgang und eine Portion Diesel.


6. Oktober: letzter Schnitt

Für dieses Jahr haben wir die Silageernte geschafft. Insgesamt gab es rund 250 Silage- und 100 Heuballen. Durch die Reserven vom letzten Jahr haben wir nur 2 Schnitte gemacht, damit diese aufgebraucht werden (normalerweise sind 3 Schnitte die Regel). Die ersten Erfahrungen mit dem Klee sind eher durchwachsen, da wir im Herbst letzten Jahres den Saatzeitpunkt verpasst und ihn im Frühjahr zu spät gemäht haben. Das werden wir verbessern.
Im letzten Durchgang ist dann auch noch die Ballenpresse kaputt gegangen. Die Halterung von der Pick-Up ist gebrochen und wir mussten sie ersetzen. Zum Glück ist nichts weiter passiert und nach einen halben Tag konnte wieder weitergemacht werden.


10. Oktober: Siloballen zusammenstellen

Die Siloballen werden am Ende noch an einem zentralen Platz zusammengestellt. Der Platz ist durch die angrenzende Landstraße auch im Winter gut zu erreichen und ortsnah. Silage- und Kleeballen wurden gleich räumlich getrennt, damit sie nicht verwechselt werden. Die Reifen auf den Ballen sind für die Vögel. Durch die Erhöhung setzen sich die Vögel eher auf die Reifen als auf die Ballen und machen dadurch keine Löcher in die Folie. In beschädigte Ballen dringt sonst Wasser ein und führt letztlich zu einer vermehrten Schimmelbildung und Zersetzung der Silage.


17. Oktober: Maschinen einwintern

Alle Maschinen werden, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, gründlich gereinigt, eingeölt und abgeschmiert. Auch nötige Wartungsarbeiten und Instandhaltungen werden in dieser Zeit durchgeführt, damit die Maschinen im nächsten Jahr sofort einsatzfähig sind. Die Pflege ist entscheidend für die Funktionsfähigkeit und Werterhaltung.


23. Oktober: Getreide umlagern

Das Getreidelager über dem Stall wird jedes Jahr mindestens einmal komplett entleert und gesäubert. Danach wird es mit neuem Getreide befüllt. Dazu wird es mit einem Gebläse von dem Hänger über eine Rohrleitung hoch auf den Fruchtboden geblasen. Das Gebläse schafft einen Kipper in etwas weniger als einer Stunde zu entleeren. Es ist dabei so laut, dass nur mit Gehörschutz gearbeitet werden kann. Immer wieder muss der Kipper weiter gekippt werden, damit das Getreide zum Gebläse nachrutscht.


31. Oktober: Herbstsonne genießen

Die Tiere genießen die Herbstsonne. Morgens hatten wir schon den ersten Bodenfrost, deswegen kommen die Kühe etwas später auf die Weide. Den Rindern, die auch nachts draußen sind, macht es dagegen nichts aus. Sie bekommen ein Winterfell und können auch Minustemperaturen problemlos überstehen.


6. November: Kälberstall ausmisten

Bevor es Winter wird, haben wir den Kälberstall noch einmal ausgemistet. Sehr hilfreich ist dabei der 2013 gekaufte Hoflader. Davor wurde noch alles mit Mistgabel und Schubkarren ausgemistet. Selbst zu dritt hat man für ein Abteil mehrere Stunden gebraucht. Nach dem Ausmisten wird mit frischem Stroh eingestreut und die Kälbchen können wieder zurück.


11. November: die letzten Äpfel

Neben Kirschen, Zwetschgen, Mirabellen und Birnen haben wir auch eigene Apfelbäume, die noch vom Großvater gepflanzt wurden. Es sind unterschiedliche Sorten, die nach und nach reif werden. Heute haben wir uns an die letzten Bäume gemacht. Je nach Sorte machen wir daraus Marmelade, Kuchen oder lagern sie zum Essen ein. In den letzten beiden Jahren und auch in diesem sind wir leider nicht zum Apfelsaft machen gekommen. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr.


13. November: Gülle und Sperrfrist

Nach der Gülleverordnung darf zwischen dem 1. November und 31. Januar auf Ackerland sowie zwischem dem 15. November und 31. Januar auf Grünland keine Gülle ausgebracht werden. Neben dieser allgemeinen Sperrfrist gibt es noch weitere Einschränkungen und Verbote. Die Ausbringung ist bspw. ebenfalls untersagt, wenn der Boden wassergesättigt oder gefroren ist. Heute ist für uns also die letzte Gelegenheit die Güllekeller unter dem Kuh- und Rinderstall zu entleeren. Wenn im Winter trotzdem Gülle gefahren werden muss, haben wir am Dorfrand noch einen Güllebehälter, in dem die Gülle zwischengelagert werden kann.


19. November: letzter Auftrieb

Heute kommen die Kühe zum letzten Mal auf die Weide. Wie bereits schon erwähnt haben wir in den letzten Tagen und Wochen schon Bodenfrost gehabt und deswegen den täglichen Weideauftrieb auf den Vormittag verschoben. Am Wochenende soll es dann zum ersten Schneefall kommen. Auch das Gras fängt bereits an gelblich zu werden, so dass die Futterqualität stark nachgelassen hat. Die 7 Monate Weidegang haben wir in diesem Jahr nicht ganz geschafft, da es im Frühjahr noch sehr kalt war und die Vegetation relativ spät eingesetzt hat. Wir hoffen, dass es 2016 dann wieder ein bisschen eher losgeht.


20. November: auch die Rinder kommen nach Hause

Nach den Kühen kommen nun auch die Rinder nach Hause in den Stall. Dazu holen wir sie gruppenweise in einem Treibkarren zum Stall. Dort wird ihnen ein Halfter umgelegt um sie in den Stall zu führen. Das Anlegen des Halfters ist immer ein bisschen gefährlich, da wir dazu zu den Tieren in den Treibkarren müssen und die Tiere nicht mehr so handzahm sind, wie sie es vor der Weidesaison waren. Zum Glück ging alles gut und insgesamt sind wir mit der Weidesaison sehr zufrieden. Es gab weder Verletzungen noch Ausbrüche und die Tiere haben sich gut entwickelt.


21. November: just in time - der erste Schnee

Nun ist er da, der erste Schnee. Auch wenn er wohl nicht liegen bleiben und es in den nächsten Tagen und Wochen wahrscheinlich eine Mischung aus Regen und Schnee geben wird, sind wir mit der Entscheidung, die Tiere nach Hause geholt zu haben, zufrieden. Neben dem immer schlechter werdenden Futter wird auch die Wasserversorgung schwierig, da die Wasserfässer und Tränken einfrieren.


25. November: Schlachter

Heute sind die Tiere zum Schlachten verladen worden. Neben den beiden Kühen (12 und 11 Jahre), die das letzte halbe Jahr auf der Weide verbracht haben, kamen noch zwei weitere Kühe (10 und 7 Jahre) und ein Rind (3 Jahre) dazu. Das Rind musste leider weg, da es nach der 4. Besamung immer noch nicht trächtig war. Nach all den Jahren ist das immer noch ein sehr trauriger Moment für uns, da wir die Tiere groß gezogen und sie tagtäglich begleitet haben.


Winterzeit: Stallzeit

Der Winter ist geprägt durch die Stallarbeit, da draußen kaum Arbeit anfällt. Nachfolgend eine kleine Auflistung der einzelnen Arbeiten:

 

Kühe

Morgens:

- Futterkrippen räumen

- Gülleroste säubern

- Lecksalz/Mineralfutter und eine Portion Mischfutter (1 kg pro Kuh) vorgeben

- Klee und Silage füttern
- Melken

- Melkanlage säubern

Mittags:

- Heu vorgeben

- Milchtank säubern

Abends:

- Gülleroste säubern

- Getreide quetschen und vorgeben

- Silage füttern

- Melken

- Melkanlage säubern

 

Rinder

Morgens:

- Futterkrippen räumen

- Gülleroste säubern

- Lecksalz/Mineralfutter vorgeben

- Silage füttern

Mittags:

- Heu vorgeben

Abends:

- Gülleroste säubern

- Silage füttern

 

Kälber

Morgens:

- Buchten mit Stroh einstreuen

- Milch geben

- Heuraufe füllen

Mittags:

- Milch geben

- Heuraufe füllen

Abends:

- Buchten mit Stroh einstreuen

- Milch geben

- Nuckeleimer säubern

- Heuraufe füllen

 

Zu diesen täglichen Aufgaben kommen noch weitere Arbeiten hinzu. Das Futter muss beispielsweise geholt, die Kälberbuchten regelmäßig gemistet und monatlich Gülle in den Güllebehälter am Ortsrand gefahren werden. Insgesamt ist die Winterzeit jedoch ruhiger und weniger arbeitsintensiv. Anbei noch eine kleine Bildersammlung, die ab und an erweitert wird.

 

Wir bedanken uns für Ihr Interesse und hoffen, dass wir Ihnen unseren Alltag ein kleines bisschen näher bringen konnten. Wenn Sie Fragen haben, dann schauen Sie doch in der Kategorie 'Häufig gestellte Fragen' vorbei oder kontaktieren Sie uns direkt. Vielen Dank!